Am 21. Februar 1947 stellte Land auf der Versammlung der Optical Society of America eine neuartige Kamera vom Typ folding („Land camera“) vor, der man kurz nach der Aufnahme ein fertiges Positivbild entnehmen konnte. Die eigentliche revolutionäre Neuerung jedoch lag weniger in der Kamera, als vielmehr im dazugehörigen Film: Erstmals kam ein Schnellentwicklungsverfahren zum Einsatz, das noch an Ort und Stelle das belichtete Negativ auf ein Positiv übertrug. Die erste Kamera (Typ 95) verkaufte am 26. November 1948 die Jorden Marsh Company in Boston. Handelte es sich zunächst nur um schwarzweiße, in den ersten Jahren genau genommen sepiafarbene (also alten, braungetonten Fotos ähnliche) Bilder, erschien 1963 der Polacolor genannte Farbfilm.
An der Filmhandhabung änderte sich damit jedoch nichts: Nach wie vor wurden die Polaroidbilder nach der Belichtung seitlich aus der Kamera gezogen, wobei der Film zwischen zwei Walzen hindurchlief, die wiederum die Entwicklerpaste zwischen Positiv und Negativ verteilten. Nach ungefähr 30 bis 90 Sekunden Entwicklungszeit konnte man das fertige Positiv abziehen. Das Negativ ließ sich in der Regel nicht weiterverwenden, nur vereinzelte Schwarzweiß-Filmtypen (Polapan 55, 85, 665) lieferten ein nach spezieller chemischer Nachbehandlung (Abwaschen der Chemikalien mit Natriumsulfitlösung =”Klären”) weiter für Kopieren und Vergrößern verwendbares Negativ.
Generelle Schwachstelle der Filme war wie bei jedem fotochemischen Verfahren eine sehr hohe Temperaturempfindlichkeit: Belichtungs- und Entwicklungszeit mussten bei niedrigen Temperaturen stark verlängert werden. Aus diesem Grunde hatten die Kameras für Farbfilme eine entsprechende Vorrichtung an der Rückwand oder im Schwenkdeckel untergebracht, welche aus zwei Leichtmetallplatten bestand, die mit Klebeband an einer Seite verklebt waren. Diese Vorrichtung wurde vor dem Entwickeln der Aufnahme in Körpernähe erwärmt (unter dem Arm, Brusttasche). Die der Kamera nach der Aufnahme entnommene Bildeinheit wurde sodann zwischen die vorgewärmten Platten gelegt, um die Entwicklungszeit zu verkürzen, bzw. je nach Außentemperatur überhaupt zu ermöglichen.
Der Trennbildfilm ist in der Herstellung sehr aufwendig. Das Filmpack-Gehäuse besteht aus Metall und Kunststoff. In ihm sind die Bildeinheiten in zusammengelegter Form untergebracht. Beim Einlegen des Trennbildfilms werden die weißen Streifen so verlegt, dass diese nicht verklemmen. Die Rückwand der Kamera wird mit einem Klemmverschluss geschlossen. Nach der Aufnahme wird zunächst ein weißer Streifen aus dem seitlich angebrachten Ausgabefach gezogen. Ihm folgt etwas versetzt aus einem weiteren Schlitz ein meist gelb schwarz bedruckter Griff aus Papier. Durch kontinuierliches Ziehen wird die Bildeinheit aus der Kamera entnommen, womit gleichzeitig der Entwicklungsprozess beginnt.
Trennbild-Filme gab es in mehreren Ausführungen und Formaten. Die allerersten Polaroidkameras verwendeten eine Art Rollfilm, mit der Polaroid Automatic 100 ging man 1963 aber auf Packfilme über. Auch noch heutzutage Verwendung finden vor allem Packfilme (8,2 × 10,8 cm² und 8,2 × 8,6 cm²), die u.a. in speziellen Polaroid-Rückteilen für diverse Mittelformatkameras zur Geltung kommen, sowie die etwas weniger verbreiteten Planfilme (10,2 × 12,7 cm² und 20,3 × 25,4 cm²), deren Einsatzbereich ausschließlich in der Großformatfotografie liegt. (Eigens auf dieses Filmformat zugeschnittene Polaroidkameras gibt es nicht.)
Schon 1957 stellte Polaroid einen Diafilm vor, mit dem man binnen 2 min projektionsfähige Diapositive herstellen konnte. 1959 kam mit dem Typ 3000 ein hochempfindlicher Film auf den Markt, so dass man bei Innenaufnahmen auf ein Blitzgerät verzichten konnte. 1961/62 folgte mit der Mehrzweckkamera MP 3 ein Gerät, mit der man auch hochwertige Reproduktionen erstellen konnte, beispielsweise in Bibliotheken von alten Schriften. 1964/65 kam mit dem Typ 413 ein infrarotempfindlicher Film und mit dem XR 7 System eine Röntgendiffraktionskassette für die Kristallografie auf den Markt. Und ein spezielles System, genannt ID-2, erlaubte es, in zwei Minuten fälschungssichere Ausweise herzustellen.
Seit Februar 2008 stellt das Unternehmen Polaroid keine Sofortbildkameras mehr her. Am 17. Juni 2008 wurde die Produktion des letzten Polaroid-Films T600 im niederländischen Werk Enschede eingestellt. Allerdings plant die niederländische Firma ImPossible eine von Ilford unterstützte Neuauflage der Produktion in Enschede ab 2010. Da eine Reihe von ehemaligen Zulieferern notwendige Vorprodukte jedoch nicht mehr herstellen, muss die Zusammensetzung des Films zum Teil neu entwickelt werden. (vgl. Wikipedia Online Oktober 2011)
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